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Wie pflanze
ich eine Hecke?
Wohin
der Blick auch fällt: Im deutschen Einheitsgarten herrschen
Exoten vor.
Nadelgehöze aus Nordamerika, Rhododendron aus dem Himalaja, Azaleen aus
dem
Fernen Osten usw. usw. Für unsere heimische Tierwelt sind sie meist
wertlos:
wenn sie nicht gänzlich unfruchtbar gezüchtet sind, können ihre Früchte
in
unserem Klima nicht ausreifen oder die Blätter und Triebe sind für
unsere Tiere
ungenießbar.
Wieviel mehr spricht dagegen für
eine Hecke aus einheimischen
Sträuchern:
- Sie
ist von unschätzbarem
Wert für die heimische Tierwelt. Wußten Sie, dass
Vogelbeeren von 63 Vogelarten und 31 Säugetierarten gefressen werden?
Dass der
schwarze Holunder fast ebenso viele Vogelarten anzieht? Daß die
Salweide 213,
der Weißdorn 163 und die Schlehe 137 Insektenarten Nahrung bietet? Dass
die
Kohlmeise neben Insekten auch die Früchte von 23 Wildstraucharten
verzehrt?
Viele Insektenarten, von denen wiederum Vögel leben, sind auf
einheimische
Gehölze spezialisiert und können von Exoten nicht leben.
- Sie bietet
einen ästhetischen Anblick das ganze Jahr hindurch. Eine
abwechslungsreich gepflanzte Hecke erfreut über viele Monate lang durch
ihre
Blütenpracht, ihre bunten Früchte und ihr farbiges Herbstlaub.
- Heimische
Sträucher stecken voller Leben. Kinder werden sich an der
Vielfalt
dort lebender Tiere erfreuen und lernen so spielerisch die Natur kennen
und
schätzen.
- Eine Hecke aus
einheimischen Gehölzen ist robust, da sie an unser Klima
angepaßt ist.
- Sie ist
pflegeleicht und schont unsere Umwelt, denn sie benötigt weder
Dünger
noch Pflanzenschutzmittel.
- Nicht zuletzt
kosten einheimische Gehölze erheblich weniger als
Zuchtformen
oder Exoten.
Zum Beispiel die Vogelbeere
Achten
Sie beim Kauf darauf, die Original-Wildform der Sträucher zu
erhalten
und keine Zuchtformen. Diese haben nicht den gleichen Wert für die
Natur.
Einheimische Gehölze können Sie in Baumschulen, aber zunehmend auch in
qualifizierten Garten-Centern erhalten. Meist müssen sie vorbestellt
werden.
Die beste Pflanzzeit ist März/April. Wollen Sie die Hecke an die
Grundstücksgrenze setzen, achten Sie auf die Grenzabstände. Nach dem
Niedersächsischen Nachbarrechtsgesetz sind z.B. als Abstand (gemessen
am
Erdboden von der Mitte des Strauchs bis zur Grenze) einzuhalten: 0,25 m
(bis
1,2 m Höhe), 0,5 m (bis 2 m Höhe), 0,75 m (bis 3 m Höhe), 1,25 m (bis 5
m Höhe).
Die
folgenden Pflanzen eignen sich zum
Beispiel für unsere Region:
- Haselnuss (
Corylus avellana
)*
- Weißdorn (
Crataegus monogyna / oxyacantha
)
- Pfaffenhütchen (
Euonymus europaeus
)*
- Gemeiner Liguster (
Ligustrum vulgare
)*
- Rote Heckenkirsche (
Lonicera xylosteum
)*
- Schlehe (
Prunus spinosa
)
- Schwarzer Holunder (
Sambucus nigra
)*
- Hundsrose (
Rosa canina
)
- Salweide (
Salix caprea
)
- Wolliger Schneeball (
Viburnum lantana
)
- Gemeiner Schneeball (
Viburnum opulus
)*
- Vogelbeere (
Sorbus aucuparia
)
- Gemeine Felsenbirne (
Amelanchier ovalis
)
- Gewöhnlicher Faulbaum (
Rhamnus frangula
)*
* auch für schattige Lagen
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