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Wie kann
ich Schmetterlingen und Insekten helfen?
Die
bunte Vielfalt unserer Schmetterlinge, Käfer und Insekten nimmt
immer mehr ab. Nur noch "Allerweltsarten" wie Kohlweißling,
Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs fliegen durch unsere Gärten. Dabei
können wir gerade in unseren Gärten eine Menge tun, um
Schmetterlinge und Insekten zu unterstützen.
Verzichten Sie auf chemische Mittel zur Bekämpfung
von Insekten
und "Unkräutern". Mit diesen Mitteln werden auch viele
Nützlinge vernichtet. Setzen Sie stattdessen auf eine
abwechslungsreiche Bepflanzung Ihres Gartens mit einheimischen
Gewächsen. In einem vielfältigen Lebensraum haben
"Schädlinge" auf Dauer keine Chance. Ergänzend dazu kann
biologische Schädlingsbekämpfung betrieben werden. Dazu
gehört auch die Förderung unserer Vogelwelt.
Unerwünschten Pflanzen sollten Sie mit der Hacke zu Leibe
rücken.
Lassen Sie in einer schattigen Ecke Ihres Gartens
oder unter
Sträuchern auch "Unkräuter" wie Brennesseln und Disteln
stehen. Diese sind Futterpflanzen für die Raupen einer Vielzahl
von Schmetterlingsarten. So sind z.B. Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und
Admiral darauf angewiesen. Brennesseln wachsen an schattigen, feuchten
und nährstoffreichen Orten. Meist stellen sie sich von selbst ein.
Kompost fördert das Wachstum.
Verzichten Sie auf pedantisch gepflegten Rasen.
Wenn Sie keine ganze
Wiese ansäen wollen, kaufen Sie im Garten-Center Samen für
eine Schmetterlingswiese (möglichst nur einheimische Arten) und
säen Sie diese in einer Ecke Ihres Gartens oder am Rand des Rasens
aus. Sie werden erstaunt sein, wie viele Schmetterlinge und andere
Insekten sich schon bald hier einfinden. Der Nektar aus den Blüten
ist sehr begehrt.
Eine
Schmetterlingswiese sollte mindestens 2 x 2 m groß sein und an
einem sonnigen Platz angelegt werden. Der Boden muß
nährstoffarm sein; eventuell den Boden mit Sand mischen.
Bestehenden Rasen sollten Sie entfernen. Von Mitte April bis Juni kann
die Samenmischung dann sehr dünn breitwürfig ausgesät
werden. Anschließend die Saat flach einharken und die erste Zeit
stets feucht halten. Jedes Jahr im Herbst sollte die Wiese gemäht
werden, um ihr Nährstoffe zu entziehen. Die Halme sollten ca. 10
cm über dem Boden abgeschnitten werden. Das Mähgut sollte ein
paar Tage liegen bleiben, damit die Raupen herauskriechen können.
Anschließend kann es dann auf den Kompost oder als Mulch unter
Sträucher und Bäume.
Pflanzen
Sie den dekorativen Sommerflieder (Buddleia in vielen Farbvarianten)
und die im Herbst blühende Fetthenne (Sedum telephium). Beide
Pflanzen haben nicht nur schöne Blütenstände, sondern
locken wegen des großen Nektarangebots ungewöhnlich viele
Schmetterlinge an.
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