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NABU Wedemark  

NABU Wedemark > Jugendarbeit

Jugendarbeit | Termine | Beiträge

Jugendarbeit des NABU Wedemark

In unserer Kinder- und Jugendgruppe machen wir Kinder und Jugendliche mit der Natur vertraut. Spielerisch lernen sie auf unseren Grundstücken Tiere, Pflanzen und die ökologischen Zusammenhänge kennen. Dabei können sie selbst mit anpacken und z.B. Sträucher pflanzen oder Wasserinsekten bestimmen.

Betreut wird unsere Gruppe vom Team Jugendarbeit unter Leitung  von Heide Winterfeldt . Sie wird naturschutzfachlich von unserem Diplom-Biologen Wilfried Schulz unterstützt.

Kontakt:

  • Jugendwart Heide Winterfeldt
    Tel. 05130 / 40 807
  • Dipl.-Biologe Wilfried Schulz
    Tel. 05130 / 37 31 92

E-Mail:    jugendarbeit@nabu-wedemark.de

Unser Angebot an Schulen und Horte in der Wedemark: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir bieten Naturerlebnis vor der Haustür!

 

Termine vom Team Jugendarbeit
14-tägig freitags von 15.30 - 17.30 Uhr

Unsere Veranstaltungen "Jugendarbeit"
 - 14-tägig freitags von 15.30 - 17.30 Uhr
Datum Thema
13.8.2010 Natur am See
Rund um den Brelinger Kiessee.
15.30 – 17.30 Uhr
27.8.2010 Zirkustiere
Die Tiere des Kinderzirkus Chiccolino  stellen sich uns vor.
Treffpunkt Negenborn Bienengarten, von Brelingen aus kommend  in Negenborn die erste Straße rechts
15.30 – 17.30 Uhr
11.9.2010 Tag der offenen Tür des NABU Wedemark
Informations- und Aktionstag für die ganze Familie mit Spielen und Spaß rund um die Natur, NABU-Gelände Waldhaus
14.00 – 18.00 Uhr 
24.9.2010 Apfeltag
NABU-Streuobstwiese in Mellendorf.
15.30 – 17.30 Uhr 
26.9.2010 Bissendorfer Sonntag
NABU-Infostand mit Kreativwerkstatt. Bissendorf rund das Bürgerhaus. Wer unterstützt uns?
12.00 – 18.00 Uhr 
 8.10.2010 Artenvielfalt erlebbar
 NABU-Gelände Brelingen.
15.30 – 17.30 Uhr
Achten Sie bitte auch auf aktuelle Mitteilungen über Veranstaltungen in der örtlichen Presse. Bitte bei unseren Außenaktivitäten auf wetterfeste Kleidung achten!

Interessierte Gäste sind immer herzlich willkommen.

Hier  das Programm zum Download:   Programm .

Mehr:
NAJU Niedersachsen: www.naju-niedersachsen.de

NAJU: www.naju.de 

 


Alle Beiträge von Heide Winterfeldt (soweit nichts anderes vermerkt):


Knochenfund am Kiesteich 

Brelingen, 13.8.2010  Nach den Sommerferien traf sich die NAJU-Kindergruppe am Freitag, dem 13.August am Brelinger Kiessee. Wir waren neugierig: „Was fliegt, krabbelt und schwimmt denn dort“? Und wie hat sich die Blumenwiese entwickelt, die wir im Mai auf dem Biotop eingesät haben? 

Auf dem Weg dorthin überraschten wir eine Zauneidechse, die sich sonnte. Sie huschte schnell in eines der vielen Mauselöcher. Für diese kleinen Reptilien sind offene, nährstoffarme Biotope ideale Lebensräume.

KnochenfundDie nächste Überraschung: der nackte Ackerrandstreifen an der Westseite des NABU-Geländes hatte sich trotz der Trockenheit im Juni/Juli in eine bunte, blühende Fläche verwandelt. Unzählige Insektenarten- wie z.B. verschiedene Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge profitieren nun von dem dortigen Nahrungsangebot. 

Auf dem  sandigen Weg zum See sprangen viele Grashüpfer vor unseren Füßen her und wir bewegten uns vorsichtig, um „Unfälle“ zu vermeiden. Große Grüne Heupferde ließen sich auch blicken, einige unsere jungen Naturforscher konnten sie anhand des Legeapparates sofort nach „Männlein und Weiblein“   unterscheiden!  Die vielen schwarz/roten Streifenwanzen leuchteten regelrecht in den Dolden des Wiesenkerbels. Die farbenprächtige Wanze signalisiert mit ihrer auffälligen Färbung Fressfeinden  ihre Ungenießbarkeit. 

Auf dem See schwammen in der Ferne einige Graugänse und Haubentaucher. InKnochenfund dieser Jahreszeit mausern die meisten Vögel, sie verbrauchen für den Federwechsel viel Energie. Die Kinder streiften umher und fanden Federn von Ringeltaube und Eichelhäher. Was lag denn dort hinter einem kleinen Busch? Knochen, bzw., ein ganzes Skelett!  Der Schädel mit den Fangzähnen verriet, dass er einst einem Fuchs gehörte. Zu der Aufregung um das Gerippe kam  noch der geheimnisvolle Tunnel mit dem Schloss vor der Tür hinzu, vor dem wir standen!  Dieser wurde bei der Renaturierung der Kiesabbaufläche als Fledermausquartier umgebaut, daher auch die beiden kleinen Öffnungen. 

„Rund um den See“ sind wir nicht mehr gegangen, da die Zeit uns bei den vielen Entdeckungen wieder mal davongelaufen ist!



Lebensraum Tümpel und Sandgrube 

Berkhof, 18.6.2010  Kurz vor den Sommerferien trafen wir uns am Freitag, dem 18. Juni auf dem NABU-Gelände in Berkhof. Alle Kinder waren mit Keschern, Gummistiefeln und Lupengläsern bestens für die Tümpelaktion vorbereitet. Auf den ersten Blick war zu erkennen, dass sich die Wasserflächen deutlich verkleinert hatten. Es gab  in diesem Jahr bisher wenig  Regen und  viel Verdunstung durch Sonneneinstrahlung. Für die Lebewesen in Kleingewässern kein Problem, sie passen sich den stetigen Veränderungen an.

BerkhofDie Position eines Teichfrosches war durch sein Quaken leicht ausgemacht, aber das Keschern verlangte große Geschicklichkeit! Wasserschnecken, Libellenlarven, Wasserläufer, Wasserskorpione, Ruderwanzen und Gelbrandkäfer waren dagegen schnell  zur genaueren Bestimmung in den Gefäßen. Ein kleiner Wels und Larven des Teichmolches wurden ebenfalls untersucht und dann wieder in ihr Biotop entlassen.

Am Ufer eines größeren Teiches wimmelte es von kleinen Kreuzkröten, wir bewegten uns deshalb sehr vorsichtig. Die Flachgewässer sind ideale Lebensräume, denn die rasche Erwärmung des Wassers bewirkt eine schnelle Larvenentwicklung. Diese Kröte wird bis zu 8 cm groß, die Haut ist mit flachen Warzen überzogen und sie hat einen gelben Rückenstrich. Im Gegensatz zu den Fröschen springt sie nicht, sondern läuft wie eine Maus.Im Sand

Wir liefen auf unseren zwei Beinen weiter zur Sandgrube, um nach dem hinsehen, um einen kleinen Trichter im Sand zu entdecken. Hier stellt das „Insekt des Jahres“ Fallen, um Ameisen zu fangen. Die Ameisen können aus dem nachrutschenden Sand nicht mehr herausklettern und werden von den Zangen des Ameisenlöwen ergriffen. Anschließend wird ihnen ein lähmendes Gift injiziert, dann  vorm Aussaugen ein Verdauungssekret. Eines Tages hat sich dann der Ameisenlöwe in eine schlanke, libellenartige Ameisenjungfer verwandelt! 

Wir freuen uns nun auf das Umwandeln der Schulzeit in wunderschöne Sommerferien!!


Tiere und Pflanzen des Jahres 2010 

Brelingen, 4.6.2010  Die NAJU- Gruppe traf sich wieder einmal auf der Renaturierungsfläche in Brelingen. An dem sonnigen Nachmittag wollten wir die Tiere und Pflanzen des Jahres kennenlernen.  Der „Meistertaucher“ Kormoran als Vogel des Jahres 2010 ist ebenso bekannt wie umstritten. Doch wer oder was ist ein „Meißner Widder“, „ein Schönbär“ oder eine „Karausche“?

QuizDazu hatten wir ein kleines Quiz vorbereitet und Preise in Aussicht gestellt. Die Kinder sollten die Abbildungen der Tiere und Pflanzen den entsprechenden Eigenschaften und der richtigen Bezeichnung zuordnen und aneinanderzufügen. Der Wind erhöhte den Schwierigkeitsgrad, indem er die kleinen Zettelchen  durcheinander pustete! Also war es doch besser, sich schnell  zu entscheiden und die Zettel aufzukleben!  Dann wurde es spannend, die Punkte gezählt und ausgewertet. Unsere NAJU- Kids waren clever und wussten ziemlich gut Bescheid- fast alle erreichten die volle Punktzahl- und es gab Gummibärchen für alle!

Einige Lösungen: z.B. hat der „Meißner Widder“ silberfarbende Langohren, ist ein Kaninchen und eine gefährdete Nutztierrasse. Ausgangspunkt für diese Rasse war vor hundert Jahren die wachsende Nachfrage der deutschen Pelzindustrie nach großen silberfarbenden Kaninchenfellen.

Der „Schönbär“ ist kein besonders durchgestylter, hübscher Braunbär, sondern  ein Schmetterling. Seinen Namen verdankt er der auffälligen schwarz/roten Färbung und der „bärenartigen“ Behaarung als Raupe. Damit signalisiert er Fressfeinden, ungenießbar zu sein.

Die „Karausche“ ist auch als Bauernkarpfen bekannt und ein äußerst genügsamer Fisch. Sie bevorzugt pflanzenreiche Stillgewässer und ist selbst in kleinsten sauerstoffarmen und verschlammten Dorftümpeln zu finden. Wenn das Gewässer austrocknet, vergräbt sie sich im Schlamm und kann sogar fünf Tage ohne Sauerstoff auskommen.

Baum des Jahres ist die Vogelkirsche, die schneeweiße Blütenkönigin ist die Stammmutter unserer Süßkirschen.  Die Sibirische Schwertlilie ist als edler Blaublütler die Blume 2010.

Zum Abschluss sahen wir nach den Kaulquappen in den Teichen, sie hattenTeichmolch inzwischen Beinchen und werden das Gewässer bald verlassen. Auch den Lurch des Jahres, den Teichmolch  entdeckten die Kinder.  Der kleine Miniaturdrache erwies sich als Männchen, denn er hatte einen hohen, gewellten Rückenkamm und breite Hautsäume an den Hinterbeinen. Die schwarz gefleckte Bauchseite ist während der Paarungszeit leuchtend orange und der Schwanzsaum teilweise blau.  

Wir hatten sonnengebräunte Gesichter, Schlammspritzer an der Kleidung, nasse Füße und sehr viel Spaß!!



Was blüht uns denn da?! 

Brelingen, 21.5.2010  Am Freitag, den 21. Mai traf sich die NAJU- Gruppe in Brelingen. Wir wollten uns auf der dortigen Renaturierungsfläche blühende Pflanzen anschauen und möglichst bestimmen.  Ein kleiner Tisch, Sammelbehälter, Binokular und Lupen wurden ausgepackt und die Forscherstation eingerichtet.

Auf den ersten Blick konnten die Kinder keine blühenden Pflanzen entdecken - einAuf der Suche ehemaliges Kiesabbaugelände ist eben  kein Blumengarten! Also wurde genauer hingeschaut und erste Sammelerfolge lautstark gemeldet. Gelbe, violette, weiße, blaue Blütenpflanzen, aber auch Blätter und Nadeln befanden sich in der Sammelschale.

Besenginster, Birke, Kiefer, Weißdorn, Weide erkannten die Kinder schnell. Schwieriger wurde es bei der Bestimmung von Zypressen-Wolfsmilch, Platterbse und Greisskraut. Denn viele Pflanzen sehen sich sehr ähnlich, man muss  die Blätter, bzw. Blütenformen mit einer Lupe untersuchen und dann mithilfe von Pflanzenbüchern bestimmen.

So viel Konzentration an einen so sonnigen Nachmittag!

Forscher bei der ArbeitDaher gingen wir wieder auf Entdeckungstour, wir wollten uns die markierten Biotope für das Projekt „100 Archen für Niedersachsen“ anschauen. Was hat sich seit März dort verändert, wie haben sich die Biotope seit dem entwickelt? Ein aktuelles Thema, denn 2010 haben die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der Artenvielfalt“ erklärt, um auf den weltweit akut drohenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam zu machen. Und am 22. Mai ist der Tag der Biodiversität.

Die jungen Naturschützer stellten z.B. fest: in dem Flachwasserbereich war das Wasser versickert  (Kaulquappen und Muschelkrebse befanden sich nur noch in den größeren Flachgewässern),  am Sandhang waren Brutröhren von Grabwespen und Wildbienen, der Totholzhaufen war sehr ausgetrocknet. Die spannenden  Beobachtungen wurden erst einmal  in Kladden notiert und gesammelt, denn wir befassen uns über ein Jahr mit dem Projekt. Artenvielfalt erlebbar -  bei uns mit viel „Forschergeist“  bereits am 21. Mai 2010!


Ausflug in den Vorharz 

Lamspringe, 8.5.2010  Am Sonnabend, den 8. Mai starteten gegen 10 Uhr drei Wedemärker Pkw in Richtung Lamspringe/Vorharz. Unsere NAJU- Gruppe war von der dortigen „LaWa-Bande“ (La steht für Lamspringe, Wa für Wald) zu einem Walderlebnistag eingeladen. Diese wurde im August 2009 von Sabine Wochnik (Heilpädagogin) und Andres Humbert (Förster) gegründet -  und über 30 Kinder sind seit dem dabei. Unser Kontakt kam über die landesweite Jugendorganisation des NABU zustande, denn wir konnten  aufgrund unserer Erfahrung mit unserer aktiven Kindergruppe Tipps und Anregungen zur Gründung/Durchführung geben.

Auf dem Grillplatz - Großes Bild durch KlickenNach einstündiger Fahrt wurden wir am Grillplatz „Schwarzes Holz“ zwischen Glashütte und Lamspringe in der hügeligen Vorharzlandschaft von den dortigen Naturschützern empfangen. Nach einer kleinen Stärkung ging es mit Herrn Humbert in den angrenzenden Wald. Er ist dort Förster in den von der Klosterkammer Hannover verwalteten Forsten. Neben dem Kerngeschäft der Holzproduktion  ist die Vergabe von Jagderlaubnisscheinen oder Verpachtung an private Jäger ein Geschäftszweig.

Der Buchenwald präsentierte sich  maigrün, man konnte sich gar nicht an derBuchenkeimlinge leuchtenden, frischen Farbe satt sehen!  Unzählige kleine Buchenkeimlige bedeckten den Boden,  nur wenige werden zu stattlichen Bäumen heranwachsen, die mehrere hundert Jahre alt werden können. Die Verjüngung findet in dem Forstwirtschaftsbetrieb aber auch durch gezielte Aufforstung  von Douglasien statt.  Wir staunten über eine ca. 40m hohe Douglasie, die auch einen beachtlichen Stammumfang in ihren ca. 80 Lebensjahren gebildet hatte.

Die Kinder entdeckten auch heimische Wildtiere: Waschbär, Fuchs, Dachs, Eichhörnchen und Waldohreule.  Aber wieso flüchten sie nicht?  Sind die Tiere etwa  Präparate?! Gerade der Dachs sah täuschend lebendig aus!  Herr Humbert berichtete auch  von einem Luchs, der aus dem Harz in die Lamspringer Wälder eingewandert ist.  Man kann also hoffen, dass sich Luchse dort in den wildreichen Wäldern wieder ansiedeln.

Nach der erlebnisreichen Wanderung  wurden wir am Grillplatz mit einem leckeren Buffet überrascht! Einige Kinder der „LaWa-Bande“  hatten dazu vorzügliche Würstchen und Steaks gegrillt - alle ließen es sich schmecken!

Die Kinder tobten sich bei Gelände – und Geschicklichkeitsspielen aus und lösten ein kniffliges Quiz. Es gab sogar Preise, aber wir waren alle an dem schönen Tag Gewinner:  die „Kleinen“ und die „Großen“ hatten tolle Naturerlebnisse, interessante Gespräche, neue Kontakte, neue Eindrücke, superleckere Speisen und viel Spaß! 

Herzlichen Dank der "LaWa"-Gruppe Lamspringe, Andreas Humbert, Sabine Wochnik, Christine  Koziol und Volker Schnurr!


Häuschen für Glücksbringer 

Mellendorf, 30.4.2010  Am Freitag, dem 30. April traf sich die NAJU- Gruppe auf dem Waldhausgelände Mellendorf.  Wir befassten uns mit dem Glücksbringer Marienkäfer, dem viel Sympathie entgegengebracht wird und der oft auf Glückwunschkarten zu sehen ist.  Leider fanden wir  auf dem Naturgelände  an dem kühlen Tag weder Marienkäfer noch Larven. Gut, dass sich wenigstens  ein „Siebenpunkt“  als Stofftier sehen ließ!

Marienkäfer sind ausgesprochene Feinschmecker - sie lieben Blattläuse. Rund 100 dieser Pflanzensauger verzehrt ein erwachsener Käfer pro Tag.  Eine Larve benötigt bis zur Verpuppung sogar 400 Blattläuse. Da ein Marienkäferweibchen mehrere hundert Eier legen kann, können sie erheblich zur Reduzierung von Blattläusen beitragen.

Inzwischen gibt es gefährliche Konkurrenz: den asiatischen Marienkäfer.

Nicht nur das massenhafte Auftreten ist für das Ökosystem besorgniserregend: er frisst auch die Larven des einheimischen Marienkäfers und er sondert eine stinkende Schrecksubstanz ab, die Allergien auslösen kann.

MarienkäferartenDer asiatische Marienkäfer wurde in Europa erstmals 1982 in Südfrankreich zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.  Im Jahr 2002 wurden regional in Deutschland die ersten Massenvermehrungen beobachtet, heute hat das Insekt das gesamte Bundesgebiet erobert.  Die Färbung  und Zeichnung der „Asiaten“ kann sehr unterschiedlich sein. Sie reicht von gelb/orange bis schwarz mit bis zu 21 Punkten.  Man kann sie daher leicht für unterschiedliche Arten halten, aber alle asiatischen Laufkäfer haben ein gemeinsames Merkmal auf dem Halsschild: ein schwarzes „M“.

Nachdem sich die Kinder die Unterschiede zwischen den Käfern genau angesehenHausbau hatten, wurden die Marienkäfer- häuschen-Bausätze ausgepackt, geleimt, genagelt und kreativ verschönert. Diese kleinen Häuschen mit den Schlupflöchern am Boden wurden mit Holzwolle gefüllt. Die Kinder konnten sie für ihre Gärten mitnehmen und zwischen Pflanzen stellen/hängen, die besonders von Blattläusen befallen sind.

Bleibt zu hoffen, dass ausschließlich der heimische Marienkäfer einzieht!

Mehr Informationen hier


Kiesflächen, Kieselsteine - kalter Kaffee? 

Brelingen, 16.4.2010       Am Freitag, den 16. April besuchten uns die Bodenkundler Herr Düwel mit Sohn Anton und Herr Kruse von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Haus der Brelinger Mitte.  Die beiden Experten unterstützen als Geobotschafter den Unterricht in Schulen und freuten sich auf die  NAJU- Kinder.

ExperimenteWir hatten Bodenproben von verschiedenen Biotopen der ehemaligen Kiesfläche in Brelingen, sowie Gartenerde, Lehm und Ton mitgebracht. Diese wurden nach verschiedenen Kriterien untersucht: wie ist die Farbe, kann man ihn ausrollen, klumpt er zwischen den Fingern, ist er krümelig, wie ist seine Oberfläche? Mit Hilfe der neuen Binokulare und Einschlaglupen konnten die Kinder auch die Strukturen sehr gut erkennen. Die Wedemärker Böden sind eher leichte Sandböden, sie sind grau/gelb und sehr wasserdurchlässig. Der Ton dagegen war dunkelbraun, die Oberfläche glänzte und das Wasser versickerte nicht. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften erstellt Bodenübersichtskarten, auf der die vielen verschiedenen Bodenarten beschrieben und zu erkennen sind. Die Kinder fanden die genaue Bodenbeschreibung für Belingen heraus: fast ausschließlich Pseudogley- Parabraunerden aus Geschiebedecksand über Geschiebelehm!

Nachdem die Hände von dem praktischen Bestimmen sandig, lehmig, tonig; nichExperimentet aber schmutzig(!) waren, ein spannender Versuch: Dazu hatten die Geologen ein Gestell und Material zum Filtrieren sowie kalten Kaffee mitgebracht. Nachdem sich einige Kinder von dem „ordnungsgemäßen“ Geschmack des Kaffees überzeugt hatten, wurde  ein Teil  über eine mit Sand gefüllte -und ein weiterer Teil über eine mit Gartenerde gefüllte Flasche gegossen.  Es wurde überlegt und spekuliert, inwieweit verändert sich der Kaffee durch das Filtern? Die ersten Tropfen bestätigten die Vermutungen: der Kaffee verließ den Sandfilter in Originalfarbe. Aus der mit Gartenerde gefüllten Flasche lief allerdings eine helle Flüssigkeit, die auch durch mutige Geschmacksprobe festgestellt - kaum an Kaffee erinnerte. Die verschiedenen  Bestandteile der Gartenerde binden Stoffe und filtern somit.

Unsere Böden sind unsere Lebensgrundlage, sie bilden den Lebensraum für Tiere und Pflanzen, erfüllen wesentliche Aufgaben für unsere Trinkwasserversorgung, liefern Nahrungsmittel und Rohstoffe. Die Böden sind aber einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt, z. B. Wasser- und Winderosion, Verdichtung, Versiegelung, Schadstoff-Kontamination, Versauerung und Versalzung.

„Mit einem Satz Bodenproben mache ich Unterricht zum Anfassen – und das macht den Kindern sehr viel Spaß“ erzählte Herr Düwel. „Da wir das schützen, was wir kennen - und wir nur das kennen, was uns gelehrt wird, sollten Wissenschaftler und Pädagogen bei diesem Thema noch enger zusammenarbeiten“, wünscht sich der Geobotschafter.

Die NAJU-Kinder und das NABU-Team Jugendarbeit bedankten sich herzlich bei den beiden Bodenkundlern und bei Anton für die fachliche Unterstützung den „Lebensraum Boden“  besser zu verstehen und wertzuschätzen!


Artenvielfalt erlebbar auf der Fläche Brelingen 

Brelingen, 12.3.2010  Da die Tage inzwischen länger werden, konnten wir unsVogelfutter am Freitag, dem 12. März mit den NAJU- Kindern wieder auf einer Außenfläche treffen. Bei unserem Termin im Februar hatten wir mit den Kindern in den Räumen der „Brelinger Mitte“ Winterfutter für heimische Vögel  hergestellt. Futterglocken wurden gegossen, Erdnussketten für Meisen gefädelt und Vogelkuchen für Weichfresser, wie z.B. das Rotkehlchen geformt. 

Jetzt haben wir die renaturierte Fläche in Brelingen für das landesweite Projekt „100 Archen für Niedersachsen“  ausgewählt. Das neue Projekt der NAJU Niedersachsens befasst sich mit unserem Ökosystem. Um diese komplexe Systematik zu verstehen, werden wir verschiedene Lebensräume ganz genau unter die Lupe nehmen. 

An dem Nachmittag durchstreiften wir das Gelände und sahen uns  verschiedeneVermessung Biotope an.  Diese sollten als 1 x 1 m große Flächen ausgemessen und markiert werden. Unsere jungen Naturforscher entschieden sich für eine Sand- und Offenfläche, einen Flachwasserbereich, eine Abbruchkante, einen Totholzhaufen, einen Weidenwald und einen Steinhaufen. Das Einschlagen von Markierungspfählen klappte nicht überall - es war noch Frost im Boden.  Schnell wurden Steine gesammelt und die Lebensräume so gekennzeichnet. 

Diese werden wir über einen längeren Zeitraum beobachten und untersuchen. Die Kinder haben die Aufgabe, herauszufinden, welche Tier- und Pflanzenarten dort vorkommen.  Welche Veränderungen gibt es im Laufe des Jahres, wie viele Pflanzen wachsen dort, welche Insektenarten leben auf oder im Boden?  Was passiert, wenn wir dort z. B. Steine, Laub oder Äste hinzufügen? 

Aufregende Naturerlebnisse erwarten uns – einfach durch genaues hinschauen! Ran an die Lupengläser und die neu angeschafften Binokulare!


Besuch des Fledermausbunkers in Oldhorst 

Oldhorst, 23.1.2010  Zu dem ersten Treffen 2010 hatte die NAJU- Gruppe Burgdorf  uns Wedemärker gemeinsam mit den Burgwedelern und Langenhagener Teams eingeladen.  Wir trafen uns bei eisiger Kälte am 23. Januar in Oldhorst an einem ehemaligen Munitionslager. Auf dem abgeschiedenen Gelände befinden sich ca. 5o Bunker und einige andere Zweckbauten. Der NABU Burgdorf hat dort in einigen Bunkern Winterquartiere für Fledermäuse errichtet. An den glatten Decken und Wänden wurden Hohlziegel mit den Löchern nach unten angebracht, die so gute Verstecke und Hangplätze bieten. In den Bunkern wurde das Sickerwasser mit kleinen Betonwällen gestaut, denn die Quartiere müssen eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Sonst würden die zarten Flughäute der Fledermäuse vertrocknen.

BunkerAber fast alle Besucher waren entsprechend ausgerüstet und durften in den dunklen Bunkern vorsichtig mit Taschenlampen auf Fledermaussuche gehen. Natürlich waren wir sehr leise, um die Tiere in ihrem Winterschlaf nicht zu stören. Die Fledermäuse haben sich im Herbst einen Energievorrat angefressen, der bis zu 30 % des Körpergewichtes ausmachen kann. Beim Winterschlaf ab Oktober wird der gesamte Stoffwechsel „zurückgefahren“, die Körpertemperatur sinkt von 40 Grad auf 3-6 Grad Umgebungstemperatur ab und das Herz schlägt nur noch dreimal pro Minute.  Im April starten sie dann in den Frühling und müssen zuerst einmal tüchtig fressen!

Man musste schon suchen und genau schauen, um eine Fledermaus zu entdeckenVor dem Bunker. Die Kinder hatten sich die Tiere auch wesentlich größer vorgestellt. Es waren verschiedene Arten im Quartier, von denen wir das „Braune Langohr“ mit Sicherheit erkannt haben.

Herr Sessner und sein NABU- Team aus Burgdorf hatten in einem Lagerbunker Tee, Kakao und Kekse in Fledermausform für uns Besucher vorbereitet. Bei der Kälte war das ein willkommenes Angebot zum Aufwärmen!  Wir erhielten noch weitere Informationen über das geheimnisvolle Leben der Fledermäuse und werden sie an einem Sommerabend in Burgdorf  wieder besuchen, um sie bei der Jagd zu beobachten.


Unsere "Mutprobe" auf dem Mount Nabu 

Brelingen, 15.11.2009  An einem kühlen Herbstmorgen, die Sonne schien uns entgegen, fuhren wir, die angehenden „Rover“ der DPSG Wedemark (die „Pfadfinder“), über den weiten Kiesweg dem Trafoturm entgegen. Dort warteten bereits die ebenfalls motivierten Mitarbeiter des Nabu, Peter und Heinz. Nach einem kurzen Plausch traf schließlich auch der Rest der Truppe ein. Frohen Mutes „bestiegen“ wir den Mount Nabu und genossen den Ausblick auf unsere Arbeit.

Rover am Mount Nabu - Großes Bild durch KlickenNach kurzer Einweisung durch Heinz und Peter, begannen wir mit unserer Arbeit. Ziel des Tages war, einen Beobachtungsposten zu bauen. Dazu mussten wir jedoch zunächst das Material herbeischaffen. Die Holzbeschaffungsmaßnahme bestand darin, die bereits von Peter und Heinz vorbereiteten Bäume zu entästen. Diese mussten dann anschließend aus dem „Tal“ auf den Mount Nabu gehievt werden. Dies geschah einzig unter dem Einsatz einer Eisenkette und unserer Muskeln! Als das vollbracht war, forderte die nächste Aufgabe unsere vollste Aufmerksamkeit. Unsere künstlerische Ader war gefragt: nun mussten die Stämme zu einem Beobachtungsposten zusammen gebaut werden.

Nach getaner Arbeit und einem Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann, empfingen uns die fröhlichen und freundlichen Versorger des Nabu inkl. ihrer euphorischen Hunde. Viele Brötchen, Süßigkeiten, aber auch Obst gab es zur Auswahl, sowie eine Variation diverser Getränke.

Zum Abschluss führten uns unsere Nabu-Begleiter über das Gelände und im Anschluss daran besichtigten wir den Trafoturm, sowie eine Fledermaushöhle. Mit Beginn des Regens fuhren wir erschöpft aber glücklich und zufrieden gen Mellendorf.

Vielen Dank, lieber NABU, es hat uns sehr viel Spaß gemacht!!!

Auf dem Foto: Heinz, Corinna, Flemming, Justus, Vincent, Henrik, Felix, Lisa, Fabian, Peter)

(Text: Die  Rover und Peter Griemberg)



Ein eiszeitlicher Erlebnispfad in der Wedemark 

Oegenbostel, 6.11.2009  Am Freitag, den 6. November begrüßten wir auch die Burgwedeler NABU- Kindergruppe mit deren Leiterinnen Frau Oelscher und Frau Kamieth. Wir trafen uns bei sonnigen Herbstwetter  in Oegenbostel und wanderten von dort aus den eiszeitlichen Erlebnispfad in Richtung Bennemühlen. Es ergaben sich gleich Fragen:  Warum ist hier ein Berg?  Wieso sind hier so viele Sand- und Kiesgruben?  Woher kommen die unterschiedlichen Steine?

EIS-ZeitAn der ersten Station des Pfades konnten die Kinder aus einer bestimmten Perspektive selbst die Antwort entdecken. Das Wort „Eis“ ist in dem Metallturm mit den eingebauten Steinen zu lesen. Die  Eiszeit formte Niedersachsen, unsere Region wurde zweimal von Eisvorstößen aus Skandinavien erfasst. Zunächst von der Elster-Vereisung vor 380.000 bis 330.000 Jahren und später während der Saale-Vereisung vor 300.000 bis 128.000 Jahren.  Bis zu 20m hohe Gletscher schoben sich täglich 27cm weiter vor und es dauerte mehr als 10.000 Jahre, bis die im hohen Norden gebildeten Eismassen die Wedemark erreichten. Unvorstellbar große Mengen von Gesteinen, Kies , Sand und Ton wurden damals  bewegt.

Wir hatten für die Kinder kleine „Gletscher“ in Form von Eiswürfeln vorbereitet.  Die gaben ihre Mitbringsel  und Überraschungen auch erst im Laufe unseres weiteren Weges preis!

An der Sortiermaschine mit der Baggerschaufel untersuchten wir dieSteine verschiedenen Steine.  Feuersteine waren durch ihre graue Färbung und der scharfen Bruchkante leicht zu erkennen. Schwieriger wurde es beim Granit, Gneis und den Quarziten. Auch Geröllsteine aus einem Vorläuferfluss der Weser  vor mehr als 380.00 Jahren fanden die NAJU- Kinder. In einer kleinen Sandgrube bewiesen die Kinder ihre „Geländegängigkeit“ und tobten sich noc hmal so richtig aus! Leider tun dass dort auch motorisierte Zeitgenossen, denn die vielen Fahrspuren waren nicht zu übersehen. Mit dem letzten Tageslicht erreichten wir  die Station „was übrig bleibt“ in Bennemühlen. Dort kann man erahnen, welche Größe ein Findling vor seinem langen Weg aus Skandinavien damals hatte.

Uns hat die Zeitreise in die Vergangenheit zu „Ice Age und Co.“ viel Spaß gemacht, der eiszeitliche Erlebnispfad ist eine Bereicherung für die Wedemark


Pflanzaktion auf der Streuobstwiese Elze 

Elze, 23.10.2009  Nach den Herbstferien trafen wir uns am 23. Oktober noch einmal auf der Streuobstwiese in Elze.  Dort  sollten am östlichen Rand  ca. 50 einheimische Sträucher gepflanzt werden.  Die Pflanzen wurden pünktlich von der Baumschule geliefert, die Spaten lagen bereit und die NAJU- Kinder waren voller Tatendrang.  Doch zuerst haben wir die Sträucher bestimmt:  es waren Schlehe, Weißdorn, Hartriegel und Pfaffenhütchen dabei. Am Pfaffenhütchen waren  leuchtende rot-orange Früchte, die für Menschen giftig sind. Die Samen fallen nicht aus den geöffneten Kapseln, sondern bleiben an der Fruchtwand angeheftet. Sie stehen auf dem Speisezettel von Amseln, Drosseln und Rotkehlchen, die dann auch die Samen verbreiten.

Beim PflanzenWir legten die Sträucher in Gruppen aus und buddelten dann die Pflanzlöcher. Die Größe war unterschiedlich und  entsprach dem Wurzelballen. Es war aber gar nicht so leicht, durch die verfilzte Grasnarbe zu stechen!  Uns wurde schnell  warm und zuerst legten wir  Mützen und Schals, später auch die Jacken ab!  Es entwickelte sich ein kleiner Wettkampf- alle Kinder wollten möglichst viele Büsche pflanzen. So wurde „im Eifer des Gefechts“ schon mal zu hoch gepflanzt oder das Antreten vergessen. Aber  das Team Jugendarbeit hat’s gerichtet! So waren am Ende alle zufrieden und hatten viel Spaß bei der Pflanzaktion.


Renovierung des Insektenhotels Elze 

Elze, 18.9.2009  Am Freitag, dem 18. September  trafen wir uns auf der Streuobstwiese in Elze, die einige Kinder  schon durch Kurse der Jugendkunstschule kannten. Vor Jahren wurden dort Obstbäume gepflanzt, aber sie tun sich dort auf dem leichten Sandboden  schwer.  Das Wässern mit der Schwengelpumpe ist nicht ausreichend möglich und die Wühlmäuse haben die Wurzeln geschädigt. Nach diesem trockenen Sommer waren auch kaum Früchte an den Bäumen.

InsektenhotelDie NAJU- Kinder hatten heute den Auftrag, das Insektenhotel instand zu setzen. Von der Nistwand waren  Lehm, trockene Stängel und Äste zerbröckelt und abgefallen. Wir hatten den Buntspecht in Verdacht, dort ein „Fast- Food- Restaurant“ für sich entdeckt zu haben!  Das Werkzeug, der Lehm, vorgebohrte Baumscheiben und Schilfrohr waren schnell aus dem Kofferraum geholt, Äste wurden gegenüber im Wald gesammelt. Die Kinder schnitten das Material auf eine Länge von ca. 12 cm und bauten es mit Lehm in die Wand ein. Die zahlreichen Blumenwanzen flüchteten kurzzeitig in hintere Bereiche! Das Hotel  ist durch seinen sonnigen Standort sehr beliebt in der Insektenwelt, viele Brutröhren waren von Hautflüglern bewohnt. Zum Abschluss unserer Renovierungsarbeiten schützten wir die Nistwand mit Drahtgeflecht. Es war nicht ganz einfach, eine Krampe über den gespannten Draht zu nageln, ohne die eigenen Finger zu treffen!

Einige unserer jungen Naturschützer gingen auf Entdeckungstour und fandenVierfleckkreuzspinne verschiedene Spinnenarten, u.a. die List-, Wolf- und die sehr auffällige Vierfleckkreuzspinne. Diese große, massige Kreuzspinne hat einen breiten hellen mit vier Punkten gezeichneten Hinterleib und baut ihr Netz immer sehr dicht am Boden. Die Spinne sitzt verborgen in einem eingerollten Blatt und hält einen Signalfaden, tagsüber ist sie daher kaum zu sehen. Sogar ein seltener Ölkäfer befand sich im Lupenglas, diese geschützte Art bevorzugt trockene, warme Standorte.  Das Weibchen dieses blauschwarzen Käfers produziert bis zu 4.000 Eier und fällt durch seinen enorm aufgetriebenen Hinterleib auf. Doch nur wenige erreichen das Käferstadium, da die Larven einen komplizierten Entwicklungsprozess durchlaufen müssen. Die kleine Larve klammert sich im ersten Stadium an einer Wildbiene fest und lässt sich ins Nest tragen. Dort ernährt sie sich erst von Bieneneiern, später als fußlose Made von Honig. Erst nach mehreren Häutungen verpuppt sie sich. 

Für unsere NAJU-Kinder ist es selbstverständlich, die Tiere nach der Bestimmung möglichst schnell wieder ihren Lebensraum zu "entlassen"!


Einsatz mit Spaten und Schaufeln am Waldhausgelände

Mellendorf, 4.9.2009 Am Freitag, dem  4. September traf sich die NAJU- Gruppe auf dem Waldhausgelände in Mellendorf. Vor den Sommerferien waren wir zuletzt dort und hatten das Gelände nach Schnecken abgesucht. Dabei entdeckten die Kinder einen kleinen Wasserlauf, der sich durch das Gelände schlängelt.  Der  war ausgetrocknet und hatte sich im Laufe der Zeit regelrecht unter Laub und Ästen versteckt.

Bei der ArbeitUnsere jungen Naturschützer griffen zu Schaufel und Spaten und  buddelten den Bachlauf mit viel Tatendrang  aus.  Alter Schutt, Steine,  Glasflaschen, Eisenstäbe und Lehmklumpen machten  das Graben nicht gerade leicht. Der Ehrgeiz, es bis an den Zaun an der Grundstücksgrenze zu schaffen, war aber groß! Die Kinder achteten auch darauf, den Aushub nur an einer Seite als kleinen Hügel abzulegen.

Für Entdeckungen wurde dann  aber doch der SpatenGrasfrosch gegen das Lupenglas ausgetauscht. Wir fanden junge Grasfrösche und Erdkröten und konnten sehr gut die Unterschiede der Amphibien erkennen.   Eine dunkle Erdhummel  trug noch  „Pollenhöschen“ und war sicher auf dem Weg zu ihrem Nest. Das Hummelvolk kann aus bis zu 600 Tieren bestehen.  Im Spätherbst stirbt es ab und nur die jungen Königinnen überwintern  im Boden.

Am Waldhausgelände wurde es auch herbstlich, der Wind wehte frisch und ein Regenschauer zog auf. Einige Kinder ließen ihrer Phantasie freien Lauf und sahen den kleinen „ freien“ Bachlauf bereits als „reißenden Strom“!


NAJU-Aktion bei den Henstorf-Spielen

Bissendorf, 21.8.2009 Am Freitag, dem 21.August hatte die Henstorf- Stiftung anlässlich des 150. Geburtstages des Gründers Heinrich Henstorf  über 20 Bissendorfer Vereine und Organisationen  eingeladen.  Diese gestalteten den Nachmittag mit einem  Spieleparcours mit vielen Mitmachmöglichkeiten auf dem Sportplatz an der Mehrzweckhalle.

Henstorf-SpieleObwohl wir uns für die Natur dringend Niederschläge wünschen, passte der Regenschauer beim Aufbau unseres NAJU- Standes so gar nicht! Die Stellwände mit den Postern, das Infomaterial sowie die Bohrmaschinen waren nicht regenfest!  Aber wir haben noch schnell einen Pavillon besorgt und als er aufgebaut und es um 16 Uhr losgehen sollte - kam die Sonne wieder hervor und es wurde ein toller Nachmittag.

Mit der BohrmaschineAn unserem Stand konnten Kinder „ Insektenhotels“  und „Ohrenkneiferhäuschen“ bauen, dazu liefen die Bohrmaschinen auf Hochtouren, denn in die über 40 vorbereiteten Holzscheiben wurden viele verschieden große Löcher gebohrt. Einige unserer NAJU- Kinder halfen dabei mit großem Eifer und stellten auch die Wedemärker  Naturschutzarbeit vor. An die 35 Tontöpfe, die mit Holzwolle ausgestattet wurden, dienen  „Bissendorfer Ohrwürmern“ nun als Unterkunft!  Spannend war auch das Erforschen des geheimen Lebens im Komposthaufen. Mit 10facher Vergrößerung unter einem Binokular  sah eine Assel beeindruckend und ein Sandkorn wie ein kleiner Felsbrocken aus!

Der NAJU- Stand war in den fast 3 Stunden immer dicht umlagert, uns hat die Aktion viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf neue junge Naturschützer aus Bissendorf!



Entdeckungen und Tatendrang im Garten

Gailhof, 7.8.2009 Obwohl es sehr warm - und bestes Badewetter war,  besuchten die aktiven Kinder der  NAJU- Gruppe den Garten von Familie Winterfeldt  in Gailhof.  Hündin „Merle“ und Kater „Pelle“ begrüßten die jungen Naturschützer  gleich freundlich.  Auch die anderen „tierischen Freunde“  der Familie interessierten uns:  die Kaninchen  und Meerschweinchengruppe, die in einem Nebengebäude mit Außengehege artgerecht leben; die Kanarienvögel in der Voliere; die fünf „glücklichen“ Hühner, die gerade wohlig im Staubsand badeten und die Laufentengruppe, die als „Schneckenpatrouille“ durch den großen Garten streifen darf. Zu den drei Bienenvölkern hielten wir doch lieber Abstand, da die Wächterbienen jahreszeitlich bedingt auch wirklich wachsam sind! Die Bienen finden nun nicht mehr genügend Nektar und Pollen für ihren Staat - räubern daher bei anderen Völkern. Daher werden sie von den Imkern auch mit Futterteig versorgt, denn das Volk überwintert im Bienenstock.

In dem Naturgarten blühten viele Stauden,  bunte Blumen und auf dem Sommerflieder konnten wir neben dem Kohlweißling auch diese Schmetterlinge entdecken: Zitronen-, Distelfalter, den kleinen Fuchs, das Tagpfauenauge und den Admiral . In den Hecken, die den Garten abgrenzen haben: Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Zaunkönig, Feldsperling, Amsel und in den Nistkästen Kohl- und Blaumeise, Haussperling, Stare, Hausrotschwanz und Grauschnäpper genistet.

GartenfrüchteIm Gemüseland durften wir Kartoffeln  und Möhren ausbuddeln - die waren aber nicht nur gelb und orange sondern auch rot und lila! Schmecken aber (Kartoffeln gekocht) genauso lecker wie die großen Kohlrabi auf dem Hochbeet.  Das Beet ist ca. 1,50 x 5,00 m groß, und wurde mit Strauchschnitt, Laub, Häcksel, Mist und Kompost aufgefüllt. Durch die Wärme des Verrottungsprozesses und die Humusbildung wächst das  leckere Gemüse ohne zusätzlichen  Dünger erstaunlich gut heran. Allerdings darf man das wässern nicht vergessen!

In einer Gartenecke wird die Einstreu der Tiere, das Laub sowie Garten- undGemüseanbau Gemüseabfall kompostiert. Auf den ersten Blick sahen wir in einer Schaufel von dem Rottematerial  Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und  Springschwänze . Unvorstellbar viele andere Bodenlebewesen, Algen, Pilze und Flechten leben dort. Sie zersetzen das organische Material unter Zufuhr von Sauerstoff und es entsteht nach einem Jahr Kompost. Der wird dem Boden als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel zugeführt und der Kreislauf schließt sich.

Wir durchstreiften den Garten, um die Fragen des Quiz zu beantworten, kosteten den mit 2,3 kg größten Kohlrabi  und schleckten zur Erfrischung Eis. Spaß machte auch der Umgang mit den Bohrmaschinen, denn wir bohrten verschieden große Löcher in Baumscheiben, die wir als Insektennisthilfen mit nach Hause nehmen durften.



Schnecken entdecken auf dem Waldhausgelände des NABU Wedemark

Mellendorf, 19.6.2009 Kurz vor den Sommerferien, am Freitag, dem 19.Juni 2009 traf sich die NAJU- Gruppe auf dem Waldhausgelände Mellendorf,  um Schnecken zu entdecken. Es hatte zwar vormittags geregnet, doch  die Schnecken ließen sich auf den ersten Blick auch durch die Feuchtigkeit nicht sehen. Mit Geduld, Ausdauer und einer Portion „Jagdfieber“ fanden die Kinder aber verschiedene Schneckenarten unter Pflanzen, Totholz und an Blättern.

Anlässlich des 200. Geburtstags des großen Evolutionsforscher Charles Darwin nahmen wir am europaweiten Mitmach-Projekt  „Evolution MegaLab“ teil. Dabei gilt es, den Anteil der wichtigsten Farb- und Musterungsvarianten unserer Bänderschnecken vor der eigenen Haustür zu erfassen und im Internet zu melden. Die Ergebnisse können dann mit alten Daten verglichen und somit Veränderungen festgestellt werden.

SchneckenDie Gehäuseschnecken sind zwar ganz unterschiedlich gefärbt, wirklich häufig begegnen uns aber nur zwei Arten: die Weißmündige- und die Schwarzmündige Bänderschnecke. Die  ca. 2 cm großen Schnecken kann man an der Farbe der Mündung, d. h. dem Rand unterscheiden; sie sind erst bei einem erwachsenem Tier ausgefärbt und entweder weiß oder dunkel.  Die einzelnen Tiere können dabei ganz verschieden aussehen und wir fanden gelbe, rosa, rotbraune mit und ohne Bändern gefärbte Tiere. Spannend ist auch die Abhängigkeit der Farbe und Musterung vom Lebensraum. Ein Streifenmuster tarnt ein im Gebüsch lebendes Tier besser, es verschwindet  optisch zwischen dem Schatten der Blätter.  Auf Wiesen begegnet man eher helleren Farben und im Wald haben dunkle Farben Vorteile.Schnecken

Wir fanden auf unserem Gelände am häufigsten die Weißmündige Bänderschnecke in helleren Farben. Auch  rote und schwarze Wegschnecken, viele kleine Glanzschnecken und eine noch kleinere Achatschnecke entdeckten unsere jungen Forscher.

Abschließend ließen die Kinder ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf und gestalteten aus Ton und Weinbergschneckenhäusern individuelle Kreaturen, über die selbst Charles Darwin gestaunt hätte!


Die Wedemärker NAJU-Gruppe im Bissendorfer Moor

Bissendorf, 29.5.2009 Am 29. Mai traf sich die NAJU- Gruppe mit demIm Bissendorfer Moor ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten  für die Gemeinde Wedemark Herrn Linne am Rande des Bissendorfer Moores in  Schlage- Ickhorst. Wir begrüßten auch Gäste aus Hannover und unserer Nachbargruppe Großburgwedel.  Auf einer Karte konnten wir die Größe und Lage des Naturschutzgebietes erkennen, dann marschierten wir los, um ein Teilstück zu erkunden.  Das Bissendorfer Moor ist ein nährstoffarmes Hochmoor,  es wird im Gegensatz zum Niedermoor nicht  vom Grundwasser, sondern nur noch vom Regenwasser gespeist. Es  entstand nach der Saale- Eiszeit vor ca. 100.000 Jahren,  als sich Kalteisblöcke gebildet hatten. Diese verwandelten sich nach dem langsamen Schmelzen zu Seen, später bewuchsen sie und darauf bildete sich das Moor. Die bedeutendste Gruppe der Hochmoorpflanzen sind die Torfmoose; in dem Maße, in dem sie im unteren Teil absterben, wachsen sie oben weiter. Das Torfmoos benötigt keine Wurzeln, es erhält die Nährstoffe vom Regenwasser. Die abgestorbenen Torfmoosteile werden daher nicht abgebaut, sondern zu Torf umgewandelt und bilden eine wachsende Isolierschicht zum mineralischen Untergrund.

Bissendorfer MoorWir konnten vom Holzbohlenweg viele alte  kleine Torfstiche entdecken, von denen sich früher die Bewohner der umliegenden Dörfer  ihren Torf zum Heizen holten. Einer unserer kleinen Naturforscher - Aurelius - konnte uns auch ganz genau erklären, wie mühsam und anstrengend die Arbeit  mit dem Stechen und Trocknen war, denn er besuchte vor kurzem ein Torfmuseum.  Er wusste auch, dass eine Birke ca. 100 Liter Wasser am Tag benötigt und Bewuchs dem Moor Wasser entzieht, es somit austrocknet und Torfmoose absterben. Vom Beobachtungsturm hatten wir einen weiten Blick in die Fläche, dort wird seit Jahren „entkusselt“, d. h. Birken und Kiefern werden entfernt - eine mühevolle und teure Arbeit. Es ist also ganz wichtig, das Regenwasser im Moor zu halten, damit das sensible System Hochmoor nicht langsam austrocknet und verbuscht.  Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes „Hannoversche Moorgeest“, zu dessen Untersuchungsgebiet noch das Otternhagener Moor, das Schwarze Moor und das Helstorfer Moor gehören, werden Maßnahmen zur Wiedervernässung, d.h. auch Regenerierung der Moore erarbeitet.

Der schwankende Boden, die Sage vom Muswillensee mit dem Hund an der goldenen Kette, die Blindschleiche, die vor Schreck beim Anblick unserer Gruppe einen Teil ihres Schwanzes verlor, das Wollgras, die Rufe von Pirol und Kuckuck - waren für alle außergewöhnliche Erlebnisse!


Stunde der Gartenvögel  

Mellendorf, 8.5.2009 Am Freitag, den 8.Mai 2009 besuchte die NAJU- Gruppe das Waldhausgelände in Mellendorf. An dem Wochenende fand bundesweit  die „Stunde der Gartenvögel“ statt, einer Gartenvogelzählung, die der NABU seit einigen Jahren Anfang Mai durchführt.  Die Meldungen der Beobachter werden erfasst und ausgewertet, sie zeigen die Vorkommen der Vögel auf und man stellt durch ständige Veränderungen im Lebensraum  „Gewinner und Verlierer“ fest.

Deswegen wollten wir erkunden, was dort auf dem Waldhausgelände „piept“ und sich sehen lässt.

Die Kinder hatten sich schon über unsere technische Ausrüstung gewundert:  einInfomaterial Notebook, ein tragbarer CD- Player, 2 Spektive und einige Ferngläser.  Zuerst erkundeten wir das Gebiet , entdeckten die Nisthilfen und versuchten die einzelnen Vogelstimmen zu unterscheiden. Das gelang bei dem zweisilbigen Ruf des Zilpzalps, dem Flöten der Amsel, dem Gurren der Ringeltaube und dem Gesang mit der abfallenden Strophe des Buchfinks sehr gut. Schwieriger waren schon die Stimmen von Kohl-, Blau- und Tannenmeise zu unterscheiden. Mit den Ferngläsern konnten wir sie auch sehen. Die Meisen hatten bereits Insekten und Raupen als Nahrung  für ihre Jungen im Schnabel.

Am Notebook konnten die Kinder den Gesang der Vögel, das genaue Aussehen, Brutbiologie, Vorkommen, Nahrung usw. abrufen- das „Durchklicken“ gehört ja zum Tagesgeschäft!

VogelbeobachtungEs blieb spannend, denn beim Vogelstimmenquiz musste man aufpassen und die Abbildungen der jeweiligen Stimme, die durchaus variierte, zuordnen. Die Vogelsprache besteht aus: Warn-, Kontakt-, Streit-, Flugrufen; sowie Balz-, Revier-, Winter- und Frühjahr-/Sommergesang. Eichelhäher und Stare waren die „Superstars“, da sie erstklassig Stimmen anderer Vögel imitieren und uns ein bisschen „veräppeln“!

Das haben wir unabsichtlich auch getan, denn beim Abspielen der CD bekamen wir von Kohlmeisen Antwort und die Sommergoldhähnchen nahmen die angeblichen Artgenossen aus den Fichtenwipfeln in Augenschein!

So waren die Kinder gut gerüstet, um die Aktion „Stunde der Gartenvögel“ zu Hause mit ihren Eltern durchzuführen.



Spannende Wanderung mit dem Jagdpächter Peter Völcker 

Brelingen, 17.4.2009 Anlässlich eines 2,5-stündigen Spazierganges durch die westliche Gemarkung in Brelingen sahen wir NABU-Kinder und unsere Begleitungen, wie man ökologische Straßen bauen kann. Wir wollen versuchen, den Spaziergang so knapp wie möglich zu beschreiben.

Wir gingen an einem zugewachsenen Weg vorbei und kamen an ein SchutzgehölzPeter Völcker links - Großes Bild durch Klicken, bestehend aus 10 verschiedenen Sträuchern. Besonders breit hat sich der Schwarzdorn gemacht und ein undurchdringliches Dickicht geschaffen. Im weiteren Verlauf sahen wir an einem kleinen Graben einen Teil von 61 Kopfweiden und lernten einiges über die Geschichte der Weiden. Ein folgender natürlicher Bewuchs und eine Eichenallee wurde durch eine Erlengruppe ergänzt und hat den Anschluss an ein Waldgebiet geschaffen. Eichen, so hörten wir, sind Heimat für bis zu 350 Kleinstlebewesen. Die Buche beheimatet dagegen nur ca. 90.

Im Wald haben wir einen mehr als 100 Jahre alten Dachsbau gesehen und erfahren, dass der Dachs ein Allesfresser ist. Durch das angrenzende Feuchtgebiet sollte einmal die Reichsautobahn verlaufen. Durch die Bauarbeiten haben sich beidseitig der Trasse Mulden gebildet. Durch Verschließen der Abflüsse hat sich dort ein herrlicher Erlenbruch entwickelt.

Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem weiteren Feuchtbiotop vorbei. Wer es nicht weiß, wird nicht darauf kommen, dass dieser künstlich angelegt wurde. Auf einer Insel war eine Graugans auf ihrem Gelege und eine andere, die ihre Jungen mit den Schwingen beschütze, zu sehen. 

Hinter diesem Biotop verläuft eine 270 m lange Hecke, die die Verbindung zum Wald auf dem Brelinger Berg herstellt. Zum Schluss sahen wir auf einer Wiese noch 15 Graugänse, Junggesellen, wie wir hörten.


Nistkastenaktion in Brelingen 

Brelingen, 13.3.2009 Am Freitag, dem 13. März 2009 trafen sich die Kinder derNistkastenaktion - Großes Bild durch Klicken NAJU- Gruppe  und dem Team Jugendarbeit auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube  in Brelingen.  Die Nistkästen wurden im Winter zusammengebaut und jedes Kind hatte sein Namensschild angebracht und somit die "Patenschaft" übernommen. Wir erkundeten geeignete Bäume an den Randlagen des Geländes, die Kinder bestimmten mit einem Kompass die optimale Süd-/Ost-Ausrichtung des Flugloches und befestigten unter Hilfestellung die Kästen. Das Klettern in die Bäume bereitete viel Spaß und machte zum Teil das Anstellen der Leiter überflüssig!  Die Größe des Flugloches wurde genau ausgemessen, es hat einen Durchmesser von 30 mm und es werden wahrscheinlich verschiedene Meisenarten einziehen. Kohl-, Blau-, Sumpf- und Weidenmeisen hatten bereits "Frühlingsgefühle", sie zwitscherten munter! Auch den volltönenden Gesang der Singdrossel, die ihre Strophen zwei bis viermal wiederholt, konnten die Kinder gut heraushören. Auf dem Kiesteich entdeckten die kleinen Experten noch einen Silberreiher und Graugänse.

Nistkastenaktion - Großes Bild durch KlickenFür die Renaturierungsfläche in Brelingen wurden im Winter kleine Teiche maschinell vergrößert und es wird in der Nähe des Turmes ein Insektenhotel gebaut. Somit ist das Geld für den Jugendnaturschutzpreis  2008 in Brelingen sinnvoll angelegt und die jungen Naturschützer  haben dort noch alle Hände voll zu tun!                                                                                      


NAJU-Gruppe Wedemark im Insektenmagazin des Landesmuseums

Hannover,  24.1.2009 Am Freitag, den 24.1.2009 ist die NAJU-Jugendgruppe in die Außenstelle des Landesmuseums nach Hannover gefahren. Wir fuhren mit S- und Straßenbahn bis in die Fössestraße und wurden dort vom Biologen Ludger Schmidt begrüßt, der das Insektenmagazin ehrenamtlich betreut. Es befindet sich in der obersten Etage der Außenstelle und ist mit Dutzenden Metallschränken vollgestellt, die die teilweise sehr kostbaren Insekten enthalten.                                                                                             

Zuerst befragte Herr Schmidt die Kinder nach typischen Merkmalen der InsektenInsekten und veranschaulichte diese an zwei Modellen, einer Mücke und einem Käfer. Dann konnten die Kinder Wünsche äußern, welche Insekten sie am liebsten sehen würden. Wir schauten uns viele verschiedene Käfer, wie z.B. Mistkäfer, Hirschkäfer oder Nashornkäfer an. Besonders beeindruckend waren die exotischen Exemplare, die um einiges größer und farbenprächtiger sind als die einheimischen. Auch die Schmetterlinge haben uns allen gut gefallen; es war besonders faszinierend, dass sich ihre schillernden Farben so lange halten – ein Teil der Sammlung ist über 150 Jahre alt. Herr Schmidt berichtete uns auch darüber, dass Privatsammler ihre Schaukästen dem Landesmuseum spenden, der letzte Neuzugang hatte einen Wert von 100.000 €. Mit vielen Eindrücken "hinter den Kulissen" des Landesmuseums / Naturkunde fuhren wir nach 1,5 Stunden zurück in die Wedemark.



Archiv Jugendarbeit NAJU 2008

 

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