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| NABU-Projekte
in der Wedemark
Neben den
allgemeinen Aufgaben und
Arbeiten eines Naturschutzverbandes beschäftigen wir uns auch
mit
bestimmten Projekten, die auf größeren
Flächen
bestimmte Biotope schützen sollen.
Hier die beiden
wichtigsten Projekte:
Aktuell wollen wir
den Eisvogel in der
Wedemark fördern. Darüber hinaus
beteiligen wir uns an dem
regionsweiten
NABU-Projekt:
Sowie an dem
GR-Projekt (von gesamtstaatlich repräsentativer
Bedeutung):
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Unser Eisvogel-Projekt
Der
Eisvogel ist Vogel des Jahres 2009.
Durch
Begradigung von Flüssen, Bächen und Gräben fehlt es diesem schillernden Vogel
an Nistmöglichkeiten, er bevorzugt Steilufer, Abbrüche und Wurzelteller
von
umgestürzten Bäumen am Uferrand.
Am
Mühlengraben in Gailhof haben wir ihn mehrfach beobachtet, vermutlich
sogar ein
Paar, dem es aber auch dort an natürlicher Brutmöglichkeit fehlt.
Also
starteten wir Anfang Februar 2009 unser „ Eisvogelprojekt –
Mühlengraben“.
Der
Mühlengraben ist ein Gewässer 2. Ordnung, er entwässert ca. 1,5 km
hinter
unserem Projektgebiet in die Wietze. Im Projektgebiet wurde die
Fliessgeschwindigkeit des
Grabens
durch die Gemeinde im letzten Jahr auf eine Länge von ca. 500 m durch
Einbringen von Steinpackungen abwechselnd links/rechts und
Kiesschüttungen im Grabengrund reduziert.
Älterer
Baumbestand mit Ansitzästen über den Graben, einem gegenüberliegenden
Waldstück
und einer landwirtschaftlichen Ausgleichsfläche, die nur extensiv
bewirtschaftet
werden darf, bietet beste Voraussetzungen für einen Eisvogelnistplatz,
nur - die
Uferstruktur fehlt ihm dafür.
Da
der Eisvogel auch künstliche Nisthilfen annimmt, wollen wir ihm in den
nächsten
Wochen so eine Nisthilfe bauen und aufstellen sowie ggfs. weitere
Gehölze als
Deckung, Sonnenschutz und Ansitz pflanzen.
Über
das Projekt berichten wir bei unserer Mitgliederversammlung am 17.3.,
außerdem
planen wir, im
Sommer den Eisvogel und
unsere Projektarbeit dazu den Wedemärkern vorzustellen.
Mehr:
Informationen des
NABU-Bundesverbandes

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| "Ein
König sucht sein Reich"
Das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt
des NABU in der Wedemark und in der Region Hannover
Der
NABU Regionalverband Hannover und die einzelnen Gruppen haben im Herbst
2004 unter dem Motto "Ein König sucht sein Reich" ein
Artenhilfs -
und Kleingewässer- schutzprojekt ins Leben gerufen.
Gemeinsam mit den verschiedensten Projektpartnern
wollen wir die
Lebensräume unserer heimischen Frösche,
Kröten,
Molche und Salamander fördern, entwickeln und erhalten.
Stellvertretend für die vielen anderen an den Lebensraum
Wasser gebundenen Tier- und Pflanzenarten haben wir den Laubfrosch
zur Leit- und Zielart des Projektes gewählt.
Der
NABU
Wedemark hat dazu auf
seinem Wiesengelände in Brelingen einen Teich ausbaggern
lassen,
der mit seinem wechselnden Wasserstand und entsprechender Vegetation
insbesondere dem Laubfrosch eine neue Heimat bieten soll.
Die
Presse berichtete darüber:
www.nabu-wedemark.de/presse.html#2005
Mehr:
Ein
König sucht sein Reich
2008 ist das Jahr des Frosches
Weltweite
Kampagne zum Schutz der Amphibien
Schirmherr ist Sir David Attenborough
Der NABU Wedemark macht mit!
Ansprechpartner:
Wedemark
Dipl.-Biologe Wilfried Schulz
E-Mail:
amphibien@nabu-wedemark.de
Tel: 05130 - 37 31 92
Projektkoordinator
Dipl. - Biologe Uwe Manzke
www.nabu-laubfrosch.de
Tel: 0511 - 55 47 651
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Naturschutzgroßprojekt
"Hannoversche Moorgeest"
Region Hannover stellt erste
Ergebnisse vor
von Uwe Manzke
Bissendorf/Hannover,
05.12.2008
Am 01. Dezember wurden im Bürgerhaus in Bissendorf die Ergebnisse der
grundlegenden Bestandserhebungen zum Naturschutzgroßprojekt "Hannover-
sche Moorgeest" durch die beauftragten Gutachter vorgestellt. In den
einleitenden Worten machte Prof. Dr. Axel Priebs deutlich, dass die
Region das wichtige Projekt nach wie vor durchführen will und dass
weder Land- noch Forstwirte oder Anwohner durch das Projekt Schaden
erleiden sollen.
Gerhard Meyer, Leiter des Fachbereichs Umwelt,
stellte die
neue Projektmanagerin Dipl.-Ing. Agrar Reinhild Muschter vor und
erläuterte die ergänzte "Projektarchitektur" anhand einer Pyramide mit
vier Ebenen. An der Basis stehen die Arbeitskreise zu verschiedenen
Themen, in denen sich jeder interessierte Bürger beteiligen kann, dann
folgt die Projektbegleitende Arbeitsgruppe mit jeweils einem Vertreter
aus den verschiedenen Interessengruppen. Neu hinzugekommen ist der
"Projekt-
ausschuss" mit zwei Vertretern des Landvolkes, einem Vertreter der
Wasser- und Bodenverbände und je einem Vertreter der großen
Naturschutzverbände von BUND und NABU. An der Spitze der Pyramide steht
die Lenkungsgruppe mit Vertretern der Region, des Landes und des
Bundes.
Erneut wurde erklärt, dass aufgrund der Erhebungen
Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden, die dann in Abstimmung mit den
beteiligten Eigentümern, Landwirten, Wasser- und Bodenverbänden sowie
weiteren Nutzern und Anliegern vor Ort umgesetzt werden sollen. Diese
Maßnahmen werden dann in einem Pflege- und Entwicklungsplan formuliert
und anschließend umgesetzt.
Im weiteren Verlauf wurden die Ergebnisse der
bisherigen
sozioökonomischen Analyse, der Kartierung von Flora und Fauna sowie die
hydrogeologischen Bestandsaufnahmen vorgestellt. Die Ergebnisse sollen
demnächst im Internet auf den Projektseiten der Region Hannover
abrufbar sein.
Aus Sicht des Naturschutzes wurde die hohe
Bedeutung der vier
Hochmoore bestätigt. So konnten 126 Biotoptypen mit über 230
Pflanzenarten festgestellt werden. Immerhin 49% sind noch als
Naturbiotope anzusprechen, 21% als Sukzessionsbiotope, 5% als
historische Kulturbiotope (z.B. Heiden, Magerrasen) und nur 25% als
aktuelle Kulturbiotope (z.B. Wiesen, Weiden, Äcker). Leider sind ca.
30% der Moore stark entwässert, 32% deutlich entwässert und nur 8%
erscheinen intakt (die restlichen 30% konnten nicht eindeutig
zugeordnet werden).
Bei
der faunistischen Kartierung wurden acht Tiergruppen genauer
untersucht und sechs weitere fanden als "Beifang" Berücksichtigung. So
wurden die Brutvögel flächendeckend und die weiteren Artengruppen der
Fledermäuse, der Reptilien, der Amphibien, der Libellen, der
Nachtfalter, der Tagfalter und der Laufkäfer auf ausgesuchten
Probeflächen untersucht. Von den 114 beobachteten Vogelarten brüten 90
Arten im Gebiet, darunter vom Aussterben bedrohte Arten wie Bekassine
und Großer Brachvogel. Auf lediglich 15 Probeflächen wurden alle drei
in der Region Hannover heimischen Schlangenarten, sowie Waldeidechse
und Blindschleiche bestätigt. Unter den Amphibien (nur 18 Gewässer
untersucht) sind besonders die Vorkommen vom Kl. Wasserfrosch und vom
Moorfrosch hervorzuheben. Immerhin zehn von elf möglichen
"Moorlibellen" konnten an insgesamt 31 Probestellen nachgewiesen
werden, so auch die Zwerglibelle, von der in ganz Niedersachsen weniger
als fünf Fundorte bekannt sind. So mag es nicht weiter erstaunen, dass
auch bei den anderen untersuchten Artengruppen erfreulich viele
moortypische Arten nachgewiesen wurden, wie beispielsweise bei den
Tagfaltern der Hochmoorbläuling, der Hochmoor-Perlmuttfalter und das
Große Wiesenvögelchen. Bei den Nachtfaltern wurden 265 Arten kartiert,
von denen 43 Arten auf der Roten Liste stehen. Bei den Laufkäfern waren
es 104 Arten, wovon 21 in den Roten Listen als gefährdete Arten geführt
werden. Die vier Hochmoore haben daher für die Fauna eine herausragende
und landesweite Bedeutung.
Die Ausführungen zur Hydrogeologie zeigten, dass viele Teilbereiche der
Moore trotz der Untersuchung in einem "Nassjahr" viel zu schnell
trockenfallen. Auch wurde deutlich, dass das
Neubaugebiet "Weiherfeld" in Langenhagen-Kaltenweide nach Westen, in
Richtung Bissendorfer Moor, entwässert und nicht umgekehrt.
Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die aktuellen
Bestandserhebungen den hohen Wert der vier Hochmoore bestätigen. Dies
bedeutet jedoch nicht, dass es den Mooren "gut geht" und man es doch
beim jetzigen "Status Quo" belassen könne. Die Ergebnisse zeigen
vielmehr, dass die Moore stark beeinträchtigt sind und dass die
angestrebte Revitalisierung nicht ohne die Wiederherstellung des
Wasserhaushaltes der Hochmoore (ausschließlich regenwassergespeist,
ombrogene Hochmoore) funktionieren kann.
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GR-Projekt
Hannoversche Moorgeest
 Das 5.505
ha große Projektgebiet
der
„Hannoverschen Moorgeest“ berührt in der
Region Hannover neben
Langenhagen, Garbsen und Neustadt insbesondere die Gemeinde Wedemark.
Es umfasst
das Otternhagener, Helstorfer, Bissendorfer und das Schwarze Moor. Die
Hochmoore sind großenteils intakt und sind wegen ihrer
Seltenheit von
Bedeutung.
Das
Bissendorfer Moor gilt als
wertvollstes Hochmoor Niedersachsens. Es ist noch weitgehend naturnah
und hat
ein hohes Regenerationspotential. In allen 4 Mooren wurde keine
maschinelle
Abtorfung betrieben und nur mäßiger Handtorfstich.
Zu Recht wurde die
Hannoversche Moorgeest als Projekt von gesamtstaatlicher Bedeutung
eingestuft
und erhält nicht unerhebliche Fördermittel vom
Bund.
 Hochmoore
bieten vielen seltenen
Tier- und Pflanzenarten wie Brachvögeln und Sonnentau
Lebensraum. Sie sichern
somit die genetische Vielfalt und spielen als Wasserspeicher eine
wichtige
Rolle im Wasserhaushalt. Und nicht zuletzt leisten sie einen wichtigen
Beitrag
zum Klimaschutz, indem sie CO² binden. Dieser Aspekt verdient
gerade im
Klimaschutzjahr 2008 besondere Beachtung.
 Hier
bietet
sich eine einmalige
Chance für den Schutz einzigartiger Naturräume und
seltener Arten, die nicht
aufs Spiel gesetzt werden darf. Die Abstimmung mit den Betroffenen ist
wichtig, aber andere Naturschutz-Großprojekte in
Niedersachsen (z.B. Diepholzer
Moorniederung) zeigen, dass eine friedliche Koexistenz insbesondere mit
Landwirten möglich ist. Dabei geht es darum, das Regenwasser
im Moor zu halten; es sollen nicht die umliegenden Gebiete unter Wasser
gesetzt werden.
Der
NABU Wedemark
setzt sich durch Öffentlichkeitsarbeit, in politischen Gremien
und durch Einbringung in die fachlichen Arbeitsgruppen für den
Fortgang dieses für die Wedemark so bedeutsamen Projekts ein.
Mehr:
Projekt
"Hannoversche Moorgest"
NABU Regionalverband Hannover .
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Projektpartner
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"
Ein König sucht sein Reich"
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Vogel des Jahres 2012
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Infos
über die Dohle auf den Seiten des Bundesverbandes |
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NABU Gut Sunder
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bietet
ein umfangreiches Seminarprogramm
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